Ambulant Betreutes Wohnen

Jeder Mensch hat eine eigene Vorstellung davon, wie er leben möchte. Dabei spielen die Gestaltung seines Wohn- und Sozialraumes sowie seine berufliche Entwicklung eine zentrale Rolle.

Die Gold-Kraemer-Stiftung bietet mit dem Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) eine individuelle Wohnform für  Menschen mit geistiger Behinderung oder mit psychischen Erkrankungen an. Sie erhalten die Möglichkeit, weitestgehend selbstständig und selbstbestimmt in ihrer Wohnung zu leben. Der Weg in die eigenen vier Wände kann alleine, mit einem Partner oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen.

Ich wohne so, wie es mir gefällt.

Die Teilnehmerin und Teilnehmer erhalten so viel Hilfe wie nötig und so wenig wie möglich. Der so genannte Individuelle Hilfeplan (IHP) definiert genau die Leistungen, die eine Person bekommt. Die Begleitung erfolgt durch qualifiziertes Fachpersonal im Rahmen von Fachleistungsstunden. Diese sind auf den persönlichen Bedarf abgestimmt. Die Hilfemaßnahmen verfolgen das Ziel, Menschen zu befähigen, sich sozial und beruflich zu integrieren.

Das ABW ist für betroffene Menschen der erster Schritt, außerhalb der Familie oder eines stationären Wohnangebotes eigenständig zu leben. Dieser Weg ist auch gerade für junge erwachsene Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung. Hier lernen sie Verantwortung zu übernehmen und den Alltag selbst zu gestalten.

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Kontakt

Anja Lehmann
Leiterin

Ambulant Betreutes Wohnen
Dr. Tusch-Straße 1-3
50226 Frechen

Tel.: 02234.200-5252

anja.lehmann@gold-kraemer-stiftung.de

Zwei Kunden des betreuten Wohnens zusammen mit ihrer Betreuerin an der eigenen Wohnung.
Ein Rollstuhlfahrer grinst in seinen Rollstuhl-Rückspiegel.
Ein Kunde des ambulant betreuten Wohnens genießt die Sonne auf einer Parkbank.

Schritt für Schritt vom stationären ins ambulante Wohnen

Im Laufe des Lebens entwickeln sich Fähigkeiten, das eigene Leben immer besser selbst zu gestalten. Es verändern sich damit Wünsche und eigene Vorstellungen. Manche Bewohnerinnen und Bewohner  einer stationären Wohneinrichtung machen diese Entwicklung. Für einige bietet sich ein Wechsel zu ambulantem Wohnen an. Damit dieser gelingt, wohnen die Menschen der Paul Kraemer Häuser, die sich für das ABW entscheiden, übergangsweise in separaten Wohnungen, die in den Einrichtungen integriert sind. So lernen sie weitestgehend eigenständig zu leben ohne sofort den Kontakt zum Haus und der vertrauten Wohngruppe ganz aufgeben zu müssen. Einkaufen, kochen, putzen und Wäsche waschen gehören ab sofort zu den eigenverantwortliche Aufgaben. So können erste positive Erfahrungen auf dem Weg in die neue Selbstständigkeit gemacht werden.
   
Das ABW bietet auch Beratung und Unterstützung für Angehörige sowie gesetzliche Vertreter, denn auf dem Weg in die Selbstständigkeit spielen die Familie und das direkte soziale Umfeld eine große Rolle. Der Schritt in die eigenen vier Wände ist für alle Beteiligten ein großer Veränderungsprozess. Es geht um Vertrauen und die Bereitschaft, loslassen zu können, damit eine neue Lebensführung gelingen kann.

Ziele der angebotenen Hilfen sind:

• Begleitung auf dem Weg zu einer selbständigen Alltagsbewältigung
• Hilfe bei der Weiterentwicklung von persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen
• Gesundheitsvor- und Gesundheitsfürsorge
• Unterstützung bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive mit dem Ziel einer Erwerbstätigkeit
• Unterstützung beim Aufbau sozialer Kontakte (Nachbarschaft, Vereine,…)
• Hilfen in schwierigen Lebenssituationen