Gold-Kraemer-Stiftung baut ein inklusives Wohn- und Kunstquartier

Die Gold-Kraemer-Stiftung hat am Mittwoch, 3. Mai, mit einem symbolischen Spatenstich offiziell den Bau ihres inklusiven Wohn- und Kunstquartiers auf dem Brauweiler Guidelplatz begonnen. Der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung, Johannes Ruland, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Pulheim, Elisabeth Rehmann, der Architekt, Ralf Hatzmann, der Technische Beigeordnete der Stadt, Martin Höschen und der Projektkoordinator, Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger, griffen dafür gemeinsam zum Spaten.

V.l.n.r.: Elisabeth Rehmann (stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Pulheim), Johannes Ruland (Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung), Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger (Projektkoordinator), Ralf Hatzmann (Architekt) und Martin Höschen (Technischer Beigeordneter der Stadt Pulheim)

Das Quartier schließt eine Baulücke im Ortskern von Brauweiler, die bereits mehrere Jahrzehnte besteht. Im Jahr 2009 erwarb die Stiftung das Grundstück von der Stadt Pulheim. Die Planungen erfolgen über das Architekturbüro Hatzmann. Das Projekt direkt gegenüber der ehemaligen Benediktiner-Abtei umfasst vier Gebäude. Sie bieten einen Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie. Geplant sind insgesamt 35 frei vermietbare barrierefreie Wohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht und bis zu acht Ladenlokale sowie eine Tiefgarage mit 65 Stellplätzen und zusätzlichen Außenstellplätzen. „Wir sind stolz darauf, mit dem Wohn- und Kunstquartier die Idee einer inklusiven Gesellschaft auch im Herzen von Brauweiler zu verwirklichen. Die Gold-Kraemer-Stiftung ist überzeugt davon, dass unser Quartier und auch die Neugestaltung des Guidelplatzes im Schulterschluss vieler Kooperationspartner eine neue Strahlkraft für die Kunst- und Kulturszene in Nordrhein-Westfalen entfachen wird. Insbesondere das Kunsthaus bietet ganz neue Perspektiven für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung“, so der Vorstandsvorsitzende der Gold-Kraemer-Stiftung Johannes Ruland. Für die Stadt Pulheim bedankte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann in Vertretung von Bürgermeister Frank Keppeler bei der Gold-Kraemer-Stiftung: „Das hier entstehende Wohn- und Kunstquartier wird nicht nur für den Ortsteil Brauweiler und die Stadt Pulheim eine neue Wohn- und Lebensqualität mit sich bringen. Es wird den Abteiort weit über seine Grenzen bekannt machen und Menschen anziehen. Die Stadt wird im engen Schulterschluss mit der Stiftung das Projekt weiterhin mit viel Engagement und Kreativität begleiten.“

Herzstück des Bauvorhabens ist das Kunsthaus. Es bietet Künstler*innen mit Behinderung professionelle künstlerische Begleitung mit eigenen Ateliers. Die Konzeption entwickelt die Stiftung zusammen mit Staatsminister a.D. Harry K. Voigtsberger und Melanie Schmitt, die über viele Jahre als stellvertretende künstlerische Leiterin das Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt geführt hat. „Mit dem Kunsthaus entsteht am Kultur-Standort Brauweiler ein Haus, das kreativen und talentierten Menschen mit Behinderung erstmals die Möglichkeit bietet, sich die Kunstwelt als Berufswelt zu erschließen“, erläuterte Harry Voigtsberger das Vorhaben. „Damit entstehe in der Metropolregion Rhein-Ruhr auch ein ganz neuer Blick auf die Kunst von Menschen mit Behinderung. Denn durch die Inklusion in der Kulturszene wird der Kunst eine ganz neue Achtsamkeit und Bedeutung zukommen“, so der Staatsminister a.D. weiter. 580 Quadratmeter werden der freien Kunst im Kunsthaus für die Bereiche Malerei, Plastik, Grafik und Neue Medien sowie angewandte Kunst auf Produktdesign, im Speziellen auf Schmuckdesign, zur Verfügung stehen. Aber auch die Disziplinen Musik und Literatur sind angedacht.

Zum Konzept gehört ein Netzwerk in die etablierte Kunstszene. Kooperationen mit Kunstakademien und Galerien öffnen die Türen, um die künstlerischen Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.

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