Die Premiere ist gelungen

Die DFB-Stiftung Sepp Herberger hat mit der Unterstützung der Bundesliga-Stiftung sowie der Stiftung Allianz für Kinder erstmalig in 2017 eine bundesweite Turnierserie für inklusive Fußballteams ins Leben gerufen. Zusammen mit den einzelnen Fußball-Landesverbänden und in Kooperation mit ortsansässigen Proficlubs fanden von Mai bis Juni fünf Regionalturniere statt.

FLZ-Spieler Kai als Schiedsrichter

Am vergangenen Wochenende (17. - 18. Juni) veranstaltete der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) sein Regionalturnier West mit der Unterstützung der Stiftung 1. FC Köln im RheinEnergieSportpark rund um das Geißbockheim des 1. FC Köln. Insgesamt hatten sich sieben inklusive Teams mit Spieler*innen zwischen zehn und 15 Jahren dazu angemeldet. Die teilnehmenden Mannschaften, darunter auch Mannschaften aus dem Landesverband Niederrhein, waren VfB Aachen, Grün-Weiß Brauweiler, Post Siegfried Hamborn, Borussia Kalk, SV Oppum 1910, Tabalingo und  BV Weckhoven. Die Teams spielten im Modus jeder gegen jeden.

Hans Willy Zolper, Beauftragter des FVM für Inklusion und Handicap-Fußball, hatte gemeinsam mit Willi Breuer, dem Trainer des Fußball-Leistungszentrums (FLZ) und National-Coach der Fußball-Nationalmannschaft für Fußballer mit intellektueller Einschränkung sowie Norbert Wetzelaer von der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB für eine optimale Turniervorbereitung gesorgt. Das FLZ stellte mit seinen Fußballern die Schiedsrichter für das Turnier und half bei der Gesamtorganisation.

Am Ende hatte der SC Borussia Kalk ungeschlagen die Nase vorn, gefolgt von den Mannschaften des BV Weckhoven und Grün-Weiß Brauweiler. Die Siegerehrung nahm FC-Altinternationale und Vizeweltmeister Wolfgang Weber vor. Die drei Erstplatzierten qualifizieren sich für die Teilnahme am Finalturnier des Inklusions-Cups 2017, das vom 1. – 4. Oktober in der Sportschule Grünberg (Hessen) ausgetragen wird. Bei der Siegerehrung wurde den Kalkern noch eine weitere besondere Ehre zuteil. Der 1. FC Köln bestimmte die Mannschaft zu dem Team, das den Geißbock-Club bei der Endrunde in Grünberg vertreten wird. Am Ende des Regionalturniers gab es aber noch mehr „Sieger“, denn die Freude am Fußball war ALLEN Fußballer*innen mit und ohne Handicap ins Gesicht geschrieben.

Hintergrund der Turnierserie

Bei den Regionalturnieren nehmen Mannschaften aus Fußballvereinen, Schulen oder Fördereinrichtungen teil. Die Mannschaften werden inklusiv gebildet, das heißt Kinder mit und ohne Handicap jagen gemeinsam dem runden Leder nach.

Im Vordergrund der Turniere steht nicht der Leistungsgedanke, sondern die gemeinsame Freude und Begeisterung am Fußballspiel. Kinder mit und ohne Handicap sollen sich über den Sport begegnen und kennen lernen. Die Teilnehmer lernen den Umgang mit den Stärken und Schwächen der anderen Fußballerinnen und Fußballer und können vermeintliche Grenzen spielerisch überwinden.

zum Seitenanfang

Seite drucken