Paul Kraemer Haus Frechen offiziell eröffnet

Ein bisschen Nervosität war Isabell Schatton durchaus anzusehen, als sie bei der offiziellen Eröffnung des neuen Paul Kraemer Haus Frechen die rund 150 geladenen Gäste im Namen der 24 Bewohnerinnen und Bewohner am Rednerpult begrüßte. Aber die Freude über diesen ganz besonderen Tag überwog bei ihr.

Das Paul Kraemer Haus in Frechen wurde bereits vor genau einem Jahr nach einer zweijährigen Bauzeit bezogen. Die Gold-Kraemer-Stiftung bietet für Isabell Schatton und ihre 23 MitbewohnerInnen in der Alfred-Nobel-Straße 51 ein neues Zuhause im Rahmen eines stationären Wohnangebotes für Menschen mit geistiger Behinderung.

Bürgermeisterin Susanne Stupp, Bewohnerin Isabell Schatton, Vorstandsvorsitzender Johannes Ruland, Bewohner Jochen Rodenkirchen. (v.r.)

Erwartungsfroh haben sich die Erwachsenen über viele Monate auf ihren neuen Wohn- und Lebensraum vorbereitet. Die Planungen der Wohngruppen, die Einrichtung der eigenen Zimmer und auch die Gestaltung der Gemeinschaftsräume standen dabei im Mittelpunkt. Das Haus hat einen hohen Wohnstandard. Die insgesamt vier Wohngruppen verfügen alle über Einzelzimmer mit Bad, eine großzügige Wohnküche und Wohnzimmer mit großen Balkonen. Einige Zimmer sind für mobilitätseingeschränkten Menschen und Rollstuhlfahrern barrierefrei gebaut.

„Heute ist ein ganz wichtiger Schritt zur Inklusion geschafft. Denn unser Paul Kraemer Haus ist in kurzer Zeit ein fester Bestandteil des städtischen Lebens geworden und vor allem: Die Bewohnerinnen und Bewohner sind in ihrer Individualität akzeptiert“, sagte Johannes Ruland, Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung bei seiner Begrüßung. In ihrem Grußwort unterstrich Frechens Bürgermeisterin Susanne Stupp die gemeinsame Verantwortung für die Gleichberechtigung und Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger: „Wir wollen in Frechen miteinander leben und feiern und so eine Gesellschaft gestalten, in der es normal ist, anders zu sein.“

Die Einrichtungsleiterin, Susanne Junker, erzählte aus dem Wohnalltag: „Gerade die zentrale Lage des Hauses an der Hauptstraße mit der unmittelbaren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die fußläufige Nähe zur Stadtmitten bieten für die Menschen eine echte Lebensqualität.“ Susanne Junker weiter: „Vor allem ist es aber die Chance für unsere Bewohnerschaft, hier das Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können, wie man es sich selbst ja auch wünscht.“ So ging an diesem Tag der Dank nicht nur an die am Bau beteiligten Planer und Handwerker. „Allen voran sind es die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rahmen der zweijährigen Bauzeit ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft gezeigt haben, da sie übergangsweise in einem Ersatzhaus in Fliesteden gewohnt hatten“, so Susanne Junker, „Jetzt sind sie endlich in ihrem neuen Zuhause angekommen und brauchen nicht mehr umziehen!“

„Wir freuen uns, dass Ihr heute alle da seid“, mit diesen Worten läutete Isabell Schatton den gemütlichen Teil der Eröffnungsfeier ein. Bei einer Führung durch das Haus zeigten sie und ihre MitbewohnerInnen den neugierigen Gästen stolz die neuen Wohngruppen.

Aufgeregt und voller Freude begrüßte die Bewohnerin Isabell Schatton alle Gäste im Namen der BewohnerInnen des Paul Kraemer Haus.

Über das Paul Kraemer Haus Frechen:

Die viergeschossige Wohnstätte in der Frechener City, Alfred-Nobel-Straße 51, bietet Wohnraum für vier Wohngruppen á sechs Personen. Es liegt zentral nur wenige Gehminuten zur nächstgelegenen Bushaltestelle und Straßenbahn. Die Gold-Kraemer-Stiftung ist Träger von insgesamt fünf Paul Kraemer Häusern im Rhein-Erft-Kreis. Die Paul Kraemer Haus gGmbH, eine 100% Tochter der Stiftung, ist für das stationäre Wohnangebot zuständig.

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