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Zehn Jahre Paul Kraemer Haus Winandshof

Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele weitere Gäste haben gemeinsam das zehnjährige Bestehen des Paul Kraemer Haus Winandshof gefeiert. Neben Musik, Fotos und vielen Begegnungen bot das Fest Gelegenheit, auf die Entwicklung des Hauses seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 zurückzublicken.

Fast hätte das Wetter den Plan für das Jubiläumsfest noch durcheinandergebracht. Bis kurz vor Beginn regnete es kräftig über Frechen. Pünktlich zum Start um 16 Uhr blieb es dann aber weitgehend trocken – und der Garten des Paul Kraemer Haus Winandshof füllte sich mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und Gästen.

Anlass für das Fest war ein runder Geburtstag: Seit zehn Jahren bietet das Haus 24 Menschen ein Zuhause. Viele Angehörige waren der Einladung gefolgt, ebenso Bewohnerinnen und Bewohner aus den Paul Kraemer Häusern Buschbell, Frechen und Pulheim. Auch ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Mitglieder der Redaktion Blatt-Gold feierten mit.

Geschichten aus zehn Jahren

Wie viel in einem Jahrzehnt passiert, wurde an diesem Nachmittag an vielen Stellen sichtbar. Im Eingangsbereich und Treppenhaus führte eine große Fotogalerie Jahr für Jahr durch die Geschichte des Hauses. Auf dem CareTable liefen fast 2.000 weitere Aufnahmen aus den vergangenen zehn Jahren.

Seitens der Gold-Kraemer-Stiftung gratulierte der Sprecher der Geschäftsführung, Michael Goldbach, und erinnerte an die Entstehung des Hauses. In weiteren Redebeiträgen erinnerten Einrichtungsleiter Marcel Pluhm und Mitarbeiterin Violetta Steffens, die das Jubiläumsfest federführend organisiert hatte, an viele Momente aus den vergangenen zehn Jahren.

Marcel Pluhm kennt den Winandshof seit 2017. In seinem Rückblick erzählte er, wie aus einem damals noch neuen und teilweise leeren Gebäude nach und nach ein Zuhause wurde. Die Wohngruppen bekamen ihren eigenen Charakter, gemeinsame Ausflüge und Freizeitangebote entwickelten sich und viele persönliche Geschichten kamen hinzu.

Dabei waren die vergangenen zehn Jahre nicht immer einfach. Besonders die Corona-Pandemie stellte Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor große Herausforderungen. Zeitweise waren Kontakte nur über Tablets oder mit Abstand über den Gartenzaun möglich. 2022 kam ein Wasserschaden hinzu, durch den vorübergehend Wohncontainer im Garten aufgestellt werden mussten.

Ein Haus, das sich nach außen öffnet

Nach der Pandemie rückte die Öffnung des Hauses wieder stärker in den Mittelpunkt. Bestehende Angebote kehrten zurück, neue kamen hinzu. Heute gehören beispielsweise gemeinsame Urlaubsreisen mit eigenem Betreuungspersonal zur Jahresplanung. Bewohnerinnen und Bewohner besuchen regelmäßig Gottesdienste und nehmen an Veranstaltungen in der Nachbarschaft teil. Beim Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft 2024 war es umgekehrt: Da kamen die Nachbarinnen und Nachbarn zum gemeinsamen Fußballschauen in den Garten des Winandshofs.

Auch beim Jubiläum zeigte sich diese Verbundenheit. Angehörige unterstützten beim Waffelbacken sowie beim Fotografieren und Filmen. Für das Essen sorgte der Caterer „Tischlein Deck’ dich“, die musikalische Begleitung und technische Ausstattung übernahm Erich Plassmann.

Durch das Programm führten Pascal Stein, Bewohner des Paul Kraemer Haus Winandshof, und Ralf Fassbender von der Schreibwerkstatt Blatt-Gold. Nach den Begrüßungen eröffnete der Vorsitzende des Heimbeirats, Norbert Fuchs, das Buffet.

Später wurde es musikalisch: Die Blatt-Gold-Gruppe sang ihr Lied „Zusammen“, anschließend sorgte Alexander Montag mit einer kleinen Comedy-Einlage für Unterhaltung. Eine Mitarbeiterin aus der Hauswirtschaft hatte für den Geburtstag außerdem eine große Jubiläumstorte gestaltet. Gemeinsam sangen die Gäste „Happy Birthday“.

Erinnern gehört dazu

Der Rückblick auf zehn Jahre Winandshof hatte auch einen stillen Moment. Die Hausgemeinschaft erinnerte an vier Bewohnerinnen und Bewohner, die in den vergangenen Jahren verstorben sind. Während einer Schweigeminute stiegen zu den Klängen von „Time to Say Goodbye“ vier Luftballons in den Himmel.

Danach ging das Fest weiter – mit Gesprächen, Musik, Essen und vielen Begegnungen zwischen Menschen, die den Winandshof heute prägen oder ihn in den vergangenen zehn Jahren ein Stück begleitet haben.

Die vielen Fotos im Haus machten dabei sichtbar, was sich kaum in einer einzelnen Jubiläumsrede zusammenfassen lässt: Zehn Jahre Winandshof bestehen aus sehr unterschiedlichen Geschichten. Aus Alltag und besonderen Tagen, aus Veränderungen und schwierigen Phasen, aus gemeinsamen Reisen und Festen. Und vor allem aus den Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Nachbarinnen und Nachbarn und vielen weiteren Menschen, die das Haus mit Leben füllen.