Ende November besuchten Bewohnerinnen und Bewohner der Paul Kraemer Häuser die romanische Basilika St. Aposteln in Köln. Die Einladung zu diesem besonderen Ausflug war aus einer Begegnung beim diesjährigen „Puute Kaschöttche“ entstanden – jenem traditionellen Treffpunkt am Rosenmontagszug, an dem viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner jedes Jahr zusammenkommen. Aus dem ersten Kennenlernen vor dem Kirchenportal wurde nun ein herzliches Wiedersehen hinter seinen Mauern.
Domkapitular Dr. Dominik Meiering, leitender Pfarrer der katholischen Innenstadtgemeinden, ehemaliger Generalvikar und ausgewiesener Kunsthistoriker, führte die Gruppe durch die fast tausendjährige Kirche. Mit seiner anschaulichen Art gelang es ihm, Geschichte, Glauben und Kunst auf verständliche und berührende Weise miteinander zu verbinden. Die Besucherinnen und Besucher erhielten einen lebendigen Einblick in die „Geheimnisse“ der zwölf romanischen Kirchen Kölns, zu denen St. Aposteln als eines ihrer beeindruckendsten Beispiele zählt.
Besonders bewegend war der Besuch der Marienkapelle im nördlichen Seitenschiff, in der die 14 heiligen Nothelfer dargestellt sind. Hier entzündete die Gruppe Kerzen – ein Moment der Stille, des Erinnerns und des gemeinsamen Hoffens.
Zum Abschluss bedankte sich Birgit Held vom Bewohnerbeirat des Paul Kraemer Hauses Pulheim im Namen aller Teilnehmenden für die herzliche und niedrigschwellige Führung. Anschließend lud der pfarreigene Weihnachtsmarkt zu Glühwein, Gebäck und weiterem Austausch ein. Einige Gäste besuchten zudem die ökumenische Vesper in St. Aposteln, bei der Norbert Fuchs für die Gemeinde die erste Adventskerze entzündete.
Der Nachmittag hinterließ bei allen Teilnehmenden einen tiefen Eindruck: eine besondere Mischung aus Geschichte, Gemeinschaft und gelebter Inklusion – und ein schönes Zeichen dafür, wie aus Begegnungen Verbindungen entstehen, die bleiben.