Wohnen & Leben in den Paul Kraemer Häusern

Für jeden Menschen ist Wohnen ein Lebensbereich von elementarer Bedeutung – gleichzeitig ein Grundbedürfnis und Ausdruck individueller Lebensgestaltung. Er muss Ansprüche, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen berücksichtigen. Dies gilt für Menschen mit und ohne Behinderung in gleicher Weise.

Mit ihren stationären Wohnstätten, den Paul Kraemer Häusern, und deren Dezentralisierung hat die Paul Kraemer Haus gGmbH (PKH gGmbH) ein Wohn- und Betreuungsangebot geschaffen, das auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist und ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmung unterstützt und fördert. So viel Unterstützung wie nötig, so viel Eigenverantwortung wie möglich, stehen dabei im Vordergrund der Begleitung.

Qualitätsmerkmale der Paul Kraemer Häuser sind der hohe Wohnstandard und deren zentrale Standorte in den jeweiligen Orten. Damit verbunden ist die Zielsetzung, die Bewohner*innen in ihr konkretes Wohnumfeld einzubinden. Den Sozialraum als Ort der Teilhabe zu erschließen und die dortigen Akteure des Gemeinwesens – von den Nachbarn, Vereinen, Kirchen bis hin zum örtlichen Einzelhandel – als Partner*innen zu gewinnen, ist deshalb ein Arbeitsschwerpunkt in allen Wohnstätten der PKH gGmbH.

Aktuell betreibt die PKH gGmbH mit ihren Paul Kraemer Häusern sechs Wohnstätten: in Frechen (3), Pulheim (2) und Köln (1). Im Rahmen des Dezentralisierungsprozesses wurden davon drei umfassend kernsaniert und drei neugebaut. Rund 150 Erwachsene mit geistiger Behinderung leben in den Einrichtungen.

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Unser Wohnkonzept

Ein möglichst selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft – diese Zielsetzung bestimmt die pädagogische Arbeit in den Wohnstätten. Mit der Dezentralisierung wurden dafür auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Bewohner*innen leben in kleinen Wohngruppen von 4-6 bzw. 6-8 Personen zusammen und werden in die Erledigung alltagsnotwendiger Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder Waschen eingebunden.

Fester Bestandteil im Wohnalltag sind vielfältige Freizeitaktivitäten. Wünsche und Neigungen der Bewohner*innen stehen bei der Ideenentwicklung und Umsetzung von Freizeitmaßnahmen im Vordergrund. Deren Einbindung in den Sozialraum hat in den Einrichtungen einen hohen Stellenwert, was durch die zentrale Lage der Häuser unterstützt wird. Regelmäßiger Austausch mit örtlichen Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen wird gepflegt und die Teilnahme an Veranstaltungen und Festen sind beliebte Anlässe für die Bewohner*innen, ihre Heimat zu erleben und an der Gemeinschaft teilzuhaben. Darüber hinaus sind die Paul Kraemer Häuser in das vielfältige Kultur-, Sport- und Freizeitangebot der Gold-Kraemer-Stiftung eingebunden. So können die Bewohner*innen im stiftungseigenen Pferdesport- und Reittherapiezentrum am Reiten teilnehmen oder das vielfältige Kultur- und Sportprogramm kostenlos nutzen.

Die Tagestruktur – ein wichtiger Baustein der Paul Kraemer Häuser

Die Tagesstruktur ist ein Angebot aller Paul Kraemer Häuser für Menschen mit Behinderung, die mittlerweile berentet sind oder aktuell keiner Arbeitsbeschäftigung nachgehen. Den Teilnehmer*innen bietet sie einen geordneten Tagesablauf – mit vielfältigen Beschäftigungs- und Förderangeboten, um beispielsweise lebenspraktische Fähigkeiten zu erhalten und Abbauprozesse zu verhindern oder zu verlangsamen. Das Spektrum reicht von künstlerisch-kreativen Arbeiten, über hauswirtschaftliche Aktivitäten, bis hin zum Training der körperlichen und geistigen Beweglichkeit. Lebensqualität und Lebensfreude stehen dabei im Vordergrund.

Unser Fundament – die Mitarbeiter*innen

Die Mitarbeiter*innen der Paul Kraemer Häuser haben vielseitige berufliche Qualifikationen. Die Teams bestehen aus Fachkräften der Sozial-und Heilpädagogik, der Heilerziehungspflege, Erzieherinnen und Erziehern, Pflegekräften sowie Fachkräften der Hauswirtschaft. Sie arbeiten intensiv zusammen und stellen so eine umfassende Begleitung und Unterstützung sicher.