Jubiläumsschrift 1972-2022 in Einfacher Sprache

Vor-Wort

Die Gold-Kraemer-Stiftung hat Geburtstag.

Sie wird 50 Jahre alt.

Das ist etwas Besonderes.

Genauso wie bei Menschen.

Man erinnert sich an Dinge, die früher waren.

Und man überlegt, was noch alles passieren wird.

 

So haben das auch Paul und Katharina Kraemer gemacht.

Deshalb haben sie die Stiftung gegründet.

Sie wollten mit ihrem Geld behinderten Menschen helfen.

Und das sollte auch nach ihrem Tod so sein.

 

Zu ihrem 50. Geburtstag hat die Stiftung ein Buch gemacht.

Darin werden Geschichten erzählt.

Zum Beispiel: über Menschen, die bei der Stiftung arbeiten.

Oder die in einem Paul Kraemer Haus wohnen.

 

Die Stiftung will, dass alle Menschen teilhaben können.

Das bedeutet: alle sollen überall mitmachen können.

Egal, ob sie eine Behinderung haben.

Und jeder soll selbst bestimmen können,

was man machen möchte und was nicht.

 

Paul und Katharina Kraemer hatten viele Juwelier-Geschäfte.

Die Geschäfte gibt es immer noch.

Das Geld, das dort verdient wird,

geht an die Stiftung.

Das ist etwas ganz Besonderes.

Denn so helfen die Menschen,

die in den Geschäften einkaufen,

den behinderten Menschen.

 

Danke an alle, die bei der Stiftung mitarbeiten!

Und allen viel Spaß beim Lesen des Buches.

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Aus dem Leben von Paul und Katharina Kraemer

Paul Kraemer wurde 1916 in Köln geboren.

Er hatte sechs ältere Geschwister.

Seine Mutter war allein erziehend.

Die Familie hatte nicht viel Geld.

Paul Kraemer hat eine Ausbildung zum Gold-Schmied gemacht.

Als er 23 Jahre alt war,

wurde er der jüngste Gold-Schmiede-Meister von Deutschland.

 

Katharina Kraemer wurde 1920 in Köln geboren.

Ihr Vater hat in einer Fabrik gearbeitet.

Über sie gibt es eine Geschichte:

Als Katharina Kraemer fünf Jahre alt war,

sollte sie in der Fabrik ein Gedicht aufsagen.

Dazu hatte sie ein schönes Kleid angezogen.

Dann ist sie aber in dem schönen Kleid in die Badewanne gefallen.

Sie musste ein anderes Kleid anziehen.

Sie war deshalb sicher sehr aufgeregt.

Trotzdem hat sie das Gedicht aufgesagt.

Und alle fanden das toll.

Die Geschichte sagt: man muss immer versuchen,

das Beste aus dem Leben zu machen.

Und man muss auch manchmal mutig sein.

 

Paul und Katharina Kraemer haben sich beim Tanzen kennen gelernt.

Sie haben sich verliebt und 1943 geheiratet.

In der gleichen Zeit haben sie ihr erstes Juwelier-Geschäft eröffnet.

Dann musste Paul Kraemer in den Krieg.

Im Krieg wurde die Stadt Köln fast komplett zerstört.

Trotzdem haben die beiden nach dem Krieg weiter gemacht.

Sie haben ein neues Geschäft eröffnet.

Ein paar Jahre später ist das Geschäft umgezogen:

Auf die Schilder-Gasse.

Das ist bis heute die Fußgänger-Zone von Köln.

Das Geschäft gibt es heute noch.

Viele andere Geschäfte in anderen Städten kamen dazu.

Und sehr viele Menschen kauften dort ein.

So sind Paul und Katharina Kraemer sehr reich geworden.

 

Heute gibt es über 40 Juwelier-Geschäfte,

die zur Stiftung gehören.

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Der Sohn Rolf

Paul und Katharina Kraemer haben

mit den Juwelier-Geschäften viel Geld verdient.

 

Aber sie wollten nicht nur Geld verdienen.

Sie haben sich auch ein Kind gewünscht.

Im Jahr 1953 war es soweit:

Ihr Sohn Rolf wurde geboren.

 

Aber es war eine schwierige Geburt,

und Rolf war schwer behindert.

Er konnte nicht sprechen und nicht laufen.

Damals konnte man behinderten Kindern

noch nicht so gut helfen wie heute.

 

Paul und Katharina Kraemer wollten,

dass ihr Sohn wenigstens ein schönes Zuhause hat.

Deshalb sind sie 1958 nach Buschbell gezogen.

In dem Haus ist heute der Sitz von der Stiftung.

Es ist auf dem Reit-Zentrum.

 

Rolf ist schon früh gestorben.

Er war gerade 14 Jahre alt.

Seine Eltern waren darüber sehr traurig.

Aber: sie wollten anderen Familien helfen,

die auch behinderte Kinder hatten.

Deshalb haben sie die Stiftung gegründet.

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50 Jahre Stiftung

Früher wurden behinderte Menschen oft versteckt.

Sie konnten nicht zur Schule gehen.

Es gab keine Angebote für sie.

 

Paul und Käthe Kraemer fanden das nicht gut.

Sie hatten selbst ein behindertes Kind.

Sie wollten anderen Familien helfen.

Deshalb haben sie die Stiftung gemacht.

 

Die Stiftung gibt es jetzt schon 50 Jahre.

Ihr Ziel ist: Inklusion.

Inklusion heißt: jeder kann dabei sein.

Immer und überall.

 

Bei der Stiftung finden wir:

Jeder Mensch ist einzig-artig.

Jeder soll so viel wie möglich selbst bestimmen können.

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Fünf Personen stehen in einem Garten und genießen die frische Luft. In dem Garten gibt es Sonnenblumen und einen großen Baum.

Wohnen im Paul Kraemer Haus

Jörg Dehler wohnt im Paul Kraemer Haus Stommeln.

Er interessiert sich für Politik.

Ihm ist wichtig, seine Meinung sagen zu können.

Deshalb hat er auch schon im Heim-Beirat mitgemacht.

 

Jörg Dehler ist auch Prüfer für Texte in Leichter Sprache.

Das hat er in einem Seminar gelernt.

Er liest die Texte und schreibt auf,

ob er sie gut verstanden hat.

So macht er das zum Beispiel auch mit der WIR.

Das ist die Zeit-Schrift von der Gold-Kraemer-Stiftung.

 

Jörg Dehler war einer der ersten Bewohner im Paul Kraemer Haus Pulheim.

Später ist er dann ins neue Paul Kraemer Haus Stommeln gezogen.

Er hat ein eigenes Zimmer.

In seiner Wohn-Gruppe wohnen noch fünf andere Menschen.

Jede Wohn-Gruppe hat ein eigenes Wohn-Zimmer.

Oder eine Terrasse oder einen Balkon.

Außerdem gibt es eine große Küche.

 

Insgesamt gibt es sechs Paul Kraemer Häuser.

Die Idee für die Paul Kraemer Häuser hatten Paul und Katharina Kraemer.

Sie sind die Gründer der Gold-Kraemer-Stiftung.

Das heißt: sie haben die Stiftung gemacht.

Sie hatten selbst ein behindertes Kind.

Als es gestorben war,

wollten sie anderen Familien helfen.

 

Deshalb haben sie Wohn-Heime für behinderte Menschen gebaut.

Das Leben in den Wohn-Heimen hat sich in den Jahren veändert.

Heute wohnen zum Beispiel weniger Menschen in jedem Wohn-Heim.

Wichtig ist, dass jeder Bewohner soviel wie möglich selbst bestimmen kann.

 

Während der Corona-Zeit gab es nicht so viel zu tun.

Im Sommer gab es Konzerte.

Die fand Jörg Dehler toll.

Er kennt alle kölschen Lieder und singt sie gerne mit.

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Der Traum von der eigenen Wohnung

Yvonne Freiberg wohnt in einer WG.

WG ist eine Abkürzung für: Wohn-Gemeinschaft.

Mehrere Menschen wohnen zusammen.

Jeder hat ein eigenes Zimmer.

Wohn-Zimmer und Küche werden von allen geteilt.

 

Yvonne wohnt in einer WG mit Daniel und Loic.

Die drei überlegen, was sie kochen sollen.

Und sie entscheiden, wer nachher die Küche aufräumt.

 

Die WG ist eine Art vom Betreuten Wohnen.

Betreuer kommen und helfen Yvonne und den anderen.

Zum Beispiel: wenn einer einen wichtigen Termin hat.

Oder zum Arzt muss.

 

Yvonne Freiberg kommt eigentlich aus Bonn.

2016 ist sie ins Paul Kraemer Haus Frechen gezogen.

Ihr ist wichtig, möglichst viele Sachen selbst machen zu können.

 

In der WG ist jeder anders.

Jeder kann etwas besonders gut.

Und jeder braucht bei anderen Sache Hilfe.

 

Yvonne kann manchmal nicht gut schlafen.

Dann liest sie gerne.

Zum Beispiel Pferde-geschichten.

Yvonne reitet auch im Reit-Zentrum von der Stiftung.

Sie arbeitet auch im Pferde-Stall mit.

Das Pferd, auf dem sie immer reitet, heißt Herbert.

 

Außerdem schreibt Yvonne gerne Texte.

Deshalb macht sie bei Blatt-Gold mit.

Das ist die Schreib-Werk-Statt von der Stiftung.

Sie möchte mal ein Interview mit Lukas Podolski machen.

 

Und sie hat noch einen großen Wunsch: eine eigene Wohnung.

Die soll auch einen Balkon haben.

Da möchte Yvonne in der Sonne sitzen.

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In einem Raum, der in grün und gelb Tönen eingerichtet ist stehen grüne Sessel um einen Kaffeetisch herum. Die Zimmerpflanzen stehen auf der Fensterbank.

Tages-Pflege

In die Tages-Pflege kommen Menschen mit Demenz.

Demenz ist eine Krankheit.

Man vergisst dann viele Sachen.

Menschen mit Demenz brauchen viel Hilfe.

Das können ihre Angehörigen nicht immer.

Zum Beispiel, weil sie selbst noch arbeiten gehen müssen.

 

Deshalb gibt es die Tages-Pflege.

Menschen mit Demenz werden hier tagsüber betreut.

Jeder macht, soviel er kann.

Es werden Spiele gespielt.

Oder es wird zusammen Zeitung gelesen.

Nach dem Mittag-Essen gibt es eine Pause.

Danach wird auch mal Musik gehört.

Und manchmal wird dazu auch getanzt.

 

Demenz ist eine schwierige Krankheit.

Weil die Menschen sich verändern.

Deshalb brauchen auch ihre Angehörigen Hilfe.

Die gibt es in der Tages-Pflege auch.

 

Alfred Vollmer ist ein Gast in der Tages-Pflege.

Es gefällt ihm hier gut.

Und seine Frau sagt:

Mein Mann kommt gerne hierhin.

Die Betreuung tut ihm gut.

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Pferde Kennenlernen

Reiten im Reit-Zentrum

Die Stiftung hat ein Reit-Zentrum.

Hier gibt es über 20 Pferde.

Eins davon heißt Griet.

Griet war ein Geschenk von einem Kölner Karnevals-Verein.

Es gibt auch ein Pferd,

das Jan heißt.

Jan und Griet sind Figuren aus einer kölschen Geschichte.

 

Heute reitet Milla auf Griet.

Milla ist sechs Jahre alt.

Sie ist behindert: sie kann nicht laufen und nicht sprechen.

Aber sie kann auf Griet reiten.

Das tut ihr gut.

 

Millas Schwestern Maja und Neva kommen auch zum Reit-Zentrum.

Hier treffen sie viele andere Kinder.

Manche haben eine Behinderung, so wie Milla.

Maja und Neva finden das ganz normal.

 

Wo heute das Reit-Zentrum ist,

haben früher Paul und Käthe Kraemer gewohnt.

Sie sind die Gründer von der Gold-Kraemer-Stiftung.

Das heißt: sie haben die Stiftung gemacht.

 

Paul und Käthe Kraemer mochten Pferde sehr.

Und sie wussten, dass Pferde behinderten Menschen gut tun können.

Deshalb wollten sie, dass es das Reit-Zentrum gibt.

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Mehrere Fußballspieler joggen im Trikot der Gold-Kraemer-Stiftung über eine Wiese im Park.

Mit Fußball und Judo zum eigenen Beruf

Michael Spengler arbeitet in der Straßenkicker Base in Köln.

Die gehört Lukas Podolski.

Man kann hier Fußball spielen.

Aber auch feiern.

Oder einfach einen Kaffee trinken gehen.

 

Michael Spengler war Fußballer im ZABS.

Im ZABS können junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

Sport als Beruf machen.

Entweder Fußball oder Judo.

Sie lernen dann nicht nur den Sport.

Sondern auch Sachen, die für alle Berufe wichtig sind.

Zum Beispiel: Zuverlässigkeit.

 

Deshalb machen sie auch ein Praktikum.

Das heißt: sie probieren andere Berufe aus.

Michael Spengler hat sein Praktikum schon in der Straßenkicker Base gemacht.

Die Arbeit hat ihm viel Spaß gemacht.

Er hat hier auch schon Lukas Podolski getroffen.

Er sagt: Das war toll.

 

Manchmal kommen auch die anderen Spieler aus dem ZABS.

Sie helfen dann bei Veranstaltungen mit.

Lukas Podolski findet das gut.

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Ein Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbau trägt einen Besen über der Schulter und trägt schwarz-grüne Arbeitskleidung.

Arbeiten bei der Stiftung

Valerij Rudi arbeitet als Buch-Halter bei der Gold-Kraemer-Stiftung.

Buch-Halter kümmern sich um alles,

was Geld zu tun hat.

Zum Beispiel: Rechnungen bezahlen.

 

Valerij Rudi arbeitet schon lange bei der Stiftung.

Anfangs hatte er nur ganz wenige Kollegen.

Später sind es immer mehr geworden.

Auch, weil die Stiftung Arbeits-Plätze für behinderte Menschen gemacht hat.

 

Das war für Paul und Käthe Kraemer wichtig.

Sie wollten, dass behinderte Menschen möglichst viel selbst entscheiden können.

Zum Beispiel: wie sie wohnen.

Oder was sie in ihrer Freizeit machen.

Aber eben auch: was sie arbeiten möchten.

 

Bei der Stiftung gibt es viele Arbeits-Plätze für behinderte Menschen.

Zum Beispiel als Gärtner.

Oder in der Reinigung.

Oder so wie bei Valerij Rudi in der Verwaltung.

 

Valerij Rudi hat immer viel zu tun.

In jeder Jahres-Zeit ist es etwas Anderes.

Er mag seine Arbeit.

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An einer roten Kletterwand mit bunten Klettergriffen auf denen ein Fuß steht mit dem sich der Kletterer abdrückt.

Projekte für mehr Gesundheit und Bewegung

Beate schneidet einen Apfel in kleine Stücke.

Jochen versucht das gleiche mit einer Banane.

Zusammen mit anderen machen sie einen Obst-Salat.

Sie sind Teil-Nehmer bei einem Projekt vom FIBS.

 

Das FIBS ist das Forschungs-Institut von der Gold-Kraemer-Stiftung.

Es macht verschiedene Projekte.

Alle haben ein Ziel:

Mehr Gesundheit und Bewegung für behinderte Menschen.

 

Das FIBS ist in dem Haus,

in dem früher Paul und Käthe Kraemer gewohnt haben.

Sie wollten, dass ihr Haus nach ihrem Tod so benutzt wird.

 

Die Projekte, die das FIBS macht, sind immer partizipativ.

Das ist ein schweres Wort.

Es bedeutet: alle, die mitmachen, entscheiden auch mit.

So wie Beate und Jochen.

 

Sie haben viel gelernt:

Was ist eigentlich gesundes Essen?

Und warum ist Bewegung wichtig?

 

Beate erzählt, dass sie früher viel Cola getrunken hat.

Heute weiß sie, dass da sehr viel Zucker drin ist.

Und viel Zucker ist ziemlich ungesund.

Sie trinkt deshalb nicht mehr so viel Cola.

 

Sie versucht lieber, gesunde Sachen zu essen und zu trinken.

Darauf achtet sie schon beim Einkaufen.

Wie das geht, hat sie auch im Projekt gelernt.

 

In einem anderen Projekt ging es darum,

regelmäßig Sport zu machen.

Bewegung ist genauso wichtig wie gesundes Essen,

wenn man gesund bleiben will.

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Gemeinsam Sport machen

Lennart Grobecker arbeitet als Sport-Trainer bei der Stiftung.

Die hat einen eigenen Fitness-Raum.

Und auch eine Turn-Halle.

Und sogar ein Schwimm-Bad.

Hier kann jeder Sport machen.

Egal, ob man eine Behinderung hat oder nicht.

Oder wie alt man ist.

 

Lennart findet: Sport muss auch Spaß machen.

Deshalb lacht er viel, wenn er einen Kurs macht.

Seine Teilnehmer finden das gut.

Dann fallen ihnen die Übungen nicht so schwer.

 

Lennart Grobecker hat selbst eine Behinderung.

Er kann eine Körper-Hälfte nicht bewegen.

Das war schon seit seiner Geburt so.

Er erzählt, dass seine Eltern ihn trotzdem immer unterstützt haben.

Er konnte machen, wozu er Lust hatte.

Und er hatte vor allem viel Lust auf Sport.

 

Seit er fünf Jahre alt ist,

spielt Lennart Tennis.

Er sagt: ich wollte ein echter Tennis-Profi werden.

Das hat zwar nicht geklappt.

Aber er ist trotzdem zufrieden:

Man muss das machen, was man machen kann.

 

Heute arbeitet er beim Projekt Tennis für alle von der Stiftung mit.

Da trainiert er zum Beispiel mit einem blinden jungen Mann.

 

Es gibt viele unterschiedliche Sport-Angebote bei der Stiftung.

Bianca Dobke kümmert sich um die Angebote.

Sie sagt: regelmäßige Bewegung ist wichtig und hält gesund.

Und zusammen Sport zu machen, macht Spaß.

 

Deshalb mag Lennart Grobecker seine Arbeit auch sehr.

Er sagt: ich bin glücklich.

Seine Freunde sagen: Lennart, du bist du.

Egal, ob du eine Behinderung hast.

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Tennis für alle

Ela Porges ist 14 Jahre alt.

Sie spielt Tennis im Projekt Tennis für alle.

Sie sitzt im Roll-Stuhl.

Sie spielt ziemlich gut und gewinnt oft.

 

Im Projekt Tennis für alle können behinderte Menschen Tennis spielen.

Zum Beispiel, wenn sie wie Ela im Roll-Stuhl sitzen.

Es gibt aber auch Tennis für Blinde.

Und Tennis für gehörlose Menschen.

Und Tennis für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

 

Damit das funktioniert, muss es überall Angebote geben.

Deshalb ist die Zusammen-Arbeit mit den Tennis-Vereinen wichtig.

Und man muss vielen Menschen erklären,

dass Tennis für behinderte Menschen gut möglich ist.

 

Vor zehn Jahren gab es noch nicht viele Angebote.

Das ist heute anders.

Darauf ist Niklas Höfken stolz.

Er leitet das Projekt Tennis für alle.

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kaethe:k Kunst-Haus

Firat Tagal arbeitet im Kunst-Haus von der Stiftung.

Er hat schon in der Schule gerne gemalt.

Er hat sich für das Kunst-Haus beworben – und wurde ausgewählt.

 

Nach fast zwei Jahren Arbeit war es soweit:

Es gab eine Ausstellung mit Bildern von Firat Tagal.

Die fand in einer Galerie in Köln statt.

Darauf war Firat Tagal sehr stolz.

Er träumt davon, mit seinen Bildern viel Geld zu verdienen.

Dann würde er sich gerne bald eine Villa kaufen.

 

Das Kunst-Haus ist in Pulheim-Brauweiler am Guidel-Platz.

Früher war das nur ein Park-Platz für Autos.

Dann hat die Stiftung dort gebaut.

Zum Beispiel Wohnungen und Geschäfte.

Und eben das Kunst-Haus.

Heute ist der Guidel-Platz ein schöner Ort.

 

Im Kunst-Haus arbeiten elf Künstlerinnen und Künstler.

Jeder hat einen eigenen Arbeits-Platz.

Und jeder macht etwas Anderes.

Elias von Martial zeichnet viel.

Oskar Mürmann macht Videos mit Musik.

 

Die Künstler entscheiden selbst, was sie machen möchten.

Sie bekommen dabei Hilfe von Assistenten.

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Die Kraemer Schmuck-Geschäfte

Paul und Katharina Kraemer haben die Stiftung gemacht.

Das Geld, das sie der Stiftung gegeben haben,

haben sie mit ihren Schmuck-Geschäften verdient.

Die gibt es heute immer noch.

Wer in den Schmuck-Geschäften einkauft, tut etwas Gutes.

Denn der Gewinn davon geht an die Stiftung.

 

Es gibt heute 45 Geschäfte in ganz Deutschland.

Man kann dort Schmuck für jeden Geschmack kaufen.

Zum Beispiel, wenn man heiraten möchte.

 

Weil jeder Kunde, der in einem Kraemer-Geschäft etwas kauft,

etwas Gutes tut, ist er ein Mit-Stifter.

Das bedeutet: er hilft der Stiftung.

Und die Stiftung hilft Menschen mit Behinderung.

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