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Professor Dr. Hans Josef Deutsch

Im Mai 2000 begann ich im St. Katharinen-Hospital in Frechen zu arbeiten. Der Bürgermeister bat mich damals, Paul R. Kraemer und seine Frau Katharina ärztlich zu begleiten.

Im Lauf der Jahre entstand ein großes Vertrauen. Die beiden vertrauten sich mir als ihrem Arzt offen an.

Paul und Katharina Kraemer waren einander sehr verbunden. Sie fühlten trotz vieler Lebens-Ereignisse: Wir gehören zusammen.

Beide interessierten sich sehr füreinander und auch für das, was sie zusammen geschaffen hatten – die Firma und die Stiftung.

Paul und Katharina Kraemer sprachen nicht jeden Tag von ihrem Sohn. Aber er war für sie immer wichtig und im Herzen dabei.

Sie gründeten die Stiftung aus Liebe zu ihrem Kind. Damit wollten sie eine bleibende Erinnerung schaffen.

Ihr Sohn konnte das Lebenswerk nicht übernehmen. Darum machten sie mit der Stiftung andere Menschen zu ihren „Erben“. Das sollten vor allem Kinder und Jugendliche mit geistiger oder körperlicher Behinderung sein.

Zitat Prof. Dr. Hans Josef Deutsch

„Der Stifterwille muss erkennbar bleiben.“

Prof. Dr. Hans Josef Deutsch

Das soziale Engagement von Paul und Katharina Kraemer hat einen Grund: Die Erinnerung an ihr früh verstorbenes Kind war für sie sehr schmerzhaft. Gleichzeitig gab es ihnen die Kraft, anderen Menschen zu helfen.

Heute arbeite ich im Vorstand der Stiftung. Wir achten darauf, dass das Erbe von Paul und Käthe Kraemer so genutzt wird, wie es die beiden wollten.

Die Gold-Kraemer-Stiftung ist eine große private Sozial-Stiftung. Sie kümmert sich vor allem um Menschen mit Behinderung.

Damit das möglich ist, muss die Kraemer GmbH wirtschaftlich gut geführt werden. Denn die Firma gehört zum Erbe und gibt der Stiftung die finanziellen Mittel für ihre Aufgaben.

Wichtig ist: In der Stiftung steht immer der soziale Gedanke an erster Stelle. Die Stiftung soll politisch unabhängig bleiben.

Wir im Vorstand müssen uns immer fragen: Handeln wir im Sinne von Paul und Käthe Kraemer