Mein WG-Leben, von Yvonne Freiberg (diktiert)

Um 17 Uhr treffen wir uns immer am Tag. Loic, Daniel und ich. Wir treffen uns nach der Arbeit vor unserem Hauseingang oder in unserer Küche. Meistens zuerst da ist Loic, dann Daniel und dann ich. Wir überlegen zusammen, was wir machen. Wir haben einen Haushaltsplan. Da steht drauf, wann man Müll wegbringt, Spülmaschine ein- und ausräumen und Küchenboden staubsaugen und wischen. Das wird immer montags gewechselt der Plan. Der Plan hat bunte Magnete. Jeder von uns hat eine Farbe. Denn nicht alle können von uns lesen. So wissen wir, wann wir dran sind und welche Aufgabe wir in der WG erledigen müssen. Das ist wichtig. Ich mache jetzt eine Woche den Boden. 3 halten sich sehr gut an die Regeln, einer nicht. Das finden wir unfair, wenn der eine sich nicht daran hält.

Wir gehen zu dritt einkaufen, wenn uns was zu Essen oder zu trinken fehlt. Wenn wir wenige Sachen haben, laufen wir zum Edeka oder Lidl in Königsdorf. Das ist auch mit ein Spaziergang. Wir hören Musik dabei. Loic hat eine Box dabei, die sehr laut ist. Dann machen wir eine kleine Party. Das ist lustig und macht uns Spaß. Ich freue mich darauf. Da kriege ich gute Laune für den Abend zum Genießen. Wenn wir viele Sachen kaufen wollen, wie 6-Pack Cola oder Bier, dann fahren wir mit dem Bus. Im Bus ist die Box aus. Einkaufen war ich schon früher mal. Einkaufen mit Musik habe ich vorher aber noch nicht gemacht. Mit Musik ist cool.

Wenn wir zu Hause sind tun wir ausräumen, und dann überlegen wir, was zusammen essen. Wir holen meistens Pommes mit Hähnchen Nuggets oder fertige Lasagne. Allen schmeckt das. Manche sagen: Nicht nochmal. Ich mach gerne selbst gemachten Kartoffelsalat. Ich frag immer, ob sie Gemüse oder Salat haben wollen, Gemüse: nein 🤢👎. Kartoffelsalat: Ja 😃👍 In der Küche essen und trinken wir zusammen. Danach räumen wir drei die Sachen in die Spülmaschine ein und starten die. Und dann gehen wir nach draußen bei uns auf die Terrasse und chillen. Quatsch machen, reden, rauchen, lachen – alles. Morgens stehen wir unterschiedliche auf, weil wir unterschiedliche Zeiten haben, wo unsere Arbeit anfängt. Meistens stehe ich in der Woche am frühsten auf und hole beim Bäcker Frühstück. Wochenende seh‘ ich den Loic und Daniel nur sonntags. Loic ist dann bei seiner Freundin und Daniel bei seinen Eltern. Ich habe dann die WG für mich allein, wenn ich nicht bei meinem Freund bin. Dann ist es in der WG ruhig. Aber das finde ich schlecht. Quatsch machen und Party ist besser. Mein Leben in der WG – das fühlt sich für mich an wie Familie. Ich bin froh, dass ich hier in die WG reingekommen bin und ich jetzt happy gute Laune habe.

Gold-Kraemer-Stiftung

Paul-R.-Kraemer-Allee 100
50226 Frechen

Tel. 02234-93303-0
Fax 02234-93303-19
info@gold-kraemer-stiftung.de

X
Skip to content